COMPUTER NEWS & MEHR


Microsoft veröffentlicht Windows 7 Service Pack 1 Beta

Microsoft hat eine öffentlich zugängliche Beta-Version des ersten Service Packs für Windows 7 veröffentlicht.

Das erste große Update-Paket für Microsofts neues Betriebssystem soll jedoch keine großen Neuerungen beinhalten. Stattdessen fasst es sämtliche bisher für Windows 7 erschienenen Updates zusammen.

Wer trotzdem nicht bis zur finalen Version des Service Packs warten kann, der muss sich bei Microsoft anmelden – ein kleiner Trick führt dann zum Download der Beta.

 

Die Beta-Version ist 1,22 Gigabyte groß und erscheint sowohl in einer 32-Bit- als auch einer 64-Bit-Version. Erhältlich ist sie in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch. Auf große Neuerungen müssen die Nutzer jedoch verzichten, das SP1 bringt Windows 7 lediglich auf den neuesten Stand was Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen angeht. Wer die Beta dennoch jetzt schon installieren will, muss sich bei Microsoft mit einer Windows-Live-ID anmelden und in einem kurzen Umfrage-Formular einige Fragen beantwortet. Hier sollten die ungeduldigen Downloader als Branche "IT Worker" oder "IT Pro" eingeben – Microsoft gewährt nur diesen Profis den Zugang zur Beta. Hier geht es zur Download-Seite bei Microsoft.


Download von SP1 für Windows 7 für Privatnutzer kaum interessant

 

Tatsächlich lohnt sich der Download dieser Vorabversion des Service Packs für Privatnutzer kaum. Wer zu jedem Update-Termin sein System aktuell gehalten hat, erhält mit der Beta nicht viel Neues. Interessant ist die Beta von Windows 7 SP 1 vor allem für Geschäftskunden von Microsoft, die den Umstieg von Windows XP auf Windows 7 planen. Die warten mit der Umstellung ihrer Computer-Infrastruktur auf ein neues Betriebssystem oft bis zum ersten Service Pack. Erst dann sind die meisten Kinderkrankheiten eliminiert. Mit der nun erschienenen Beta können die IT-Abteilungen großer Unternehmen nun den Wechsel proben.


Service Pack soll Geschäftskunden überzeugen

 

Tatsächlich bietet Windows 7 für Microsoft bisher viel Licht, aber auch nach wie vor viel Schatten. Bei der Ankündigung der Beta-Version des SP1 auf der Worldwide Partner Conference in der US-Hauptstadt Washington erklärte Microsoft-Manager Tami Reller, dass mit 150 Millionen verkauften Lizenzen mittlerweile 14 Prozent aller PC-Nutzer Windows 7 nutzen würden. Dabei handelt es sich vor allem um Privatkunden, die mit dem neuen System sehr zufrieden seien. 74 Prozent der Business-Kunden zögerten jedoch noch mit dem Umstieg. Hier verdient Microsoft jedoch den Großteil seines Geldes – das Service Pack soll die wichtigen Geschäftskunden also endlich überzeugen.


 

Microsoft bringt außerplanmäßiges Update !!!

 


Außerhalb des monatlichen Patch-Zyklus hat Microsoft ein Sicherheits-Update für Windows veröffentlicht. Damit reagierte der Software-Hersteller auf die deutlichen Warnungen von Sicherheits-Experten vor der so genannten LNK-Lücke in Windows 7, Windows XP und Vista. Ein außerplanmäßiges Update veröffentlicht Microsoft nur in extremen Notfällen. Und dieser ist eingetreten.

Allen Windows-Nutzern empfiehlt Microsoft schnellstmöglich das aktuelle Sicherheitsupdate herunterzuladen und zu installieren. Das Leck ist vor knapp drei Wochen bekannt geworden und wird seitdem aktiv zum Einschleusen von Schadsoftware wie Trojaner ausgenutzt. Schützen Sie Ihren PC zeitig, indem Sie das Update mit der Bezeichnung MS10-046 herunterladen und installieren. Betroffen sind alle Windows-Versionen seit Windows XP.


Alle Windows-Version akut betroffen

 

Die Lücke steckt in einem zentralen Teil des Betriebssystems und erlaubt die unbemerkte Infektion eines Computers. Windows liest automatisch Dateiverknüpfungen – so genannte LNK-Dateien – von Netzlaufwerken und Wechselmedien aus, um sie in das Dateisystem einzubinden. Sind diese manipuliert, installiert sich die gefährliche Schadsoftware und infiziert so den Computer. In der vorigen Woche hat sich die Gefahrenlage deutlich zugespitzt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass sich die Schwachstelle auch über Online-Laufwerke ausnutzen lässt. Deshalb erwartet das BSI, dass die Sicherheitslücke in naher Zukunft auch für Angriffe via Internet oder E-Mail ausgenutzt wird. Microsoft weist darauf hin, dass ein Angreifer den Schadcode in bestimmte Dokumente, wie etwa Microsoft Office-Dateien, einbetten könnte!